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| EinFach Deutsch - Unterrichtsmodelle: EinFach Deutsch - Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß: Unterrichtsmodell von , ,
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Nicht immer ohne Verwirrungen.
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Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: EinFach Deutsch - Unterrichtsmodelle: EinFach Deutsch - Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß: Unterrichtsmodell (Broschiert) Dieses Unterrichtsmaterial zu Robert Musils Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" aus der Reihe "Einfach Deutsch" kann die hohen Erwartungen nicht erfüllen, die viele Deutschlehrer und auch Schüler mit Interesse an eigenverantwortlichem Lernen mit Recht an diese Heft-Reihe anlegen.
Konzeptionell folgt die Reihe dem üblichen Muster aus verschiedenen "Bausteinen", die einzelne Teilbereiche der Romanbehandlung berühren: 1. Einstieg 2. Hintergrundwissen (Musil, Moderne, Schulromane) 3. Aufbau 4. Die vier Zöglinge 5. Psychoanalytische Interpretation 6. Philosophische Perspektive - Krisenzeit um 1900
Warum also diesmal nur drei Sterne? Ich fürchte, dass Schüler, die nach dieser "Baustein"-Methode unterrichtet werden, den Roman eben nicht oder bestenfalls in Ansätzen verstanden haben werden. Zwar verfügen sie über Kenntnisse des Romans, seiner Figuren, über Schulromane und Psychoanalyse, aber zu einem stimmigen Gesamtbild fügen sich diese Wissens-Puzzle nicht zusammen. Was ist Törleß für ein Mensch, wo liegen die Ursachen für seine Verwirrungen, wie stellen sie sich dar, welche Rolle spielen andere Figuren für diese Verwirrungen, wie löst er sie? Solche entscheidenden Fragen werden nur im Ansatz behandelt. Dazu kommen didaktische Mängel: So wird der Figur Reitings nur geringe Aufmerksamkeit zuteil, auch die Abfolge der "Bausteine" scheint mir diskussionswürdig.
Es fehlt also ein roter Faden, wie ihn etwa der Romantitel vorgibt: "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß". Hier wäre es sinnvoll gewesen, vom eigentlich unüblichen Plural "Verwirrungen" auszugehen und die vielfältigen erkenntnistheoretischen, moralischen, sexuellen und sozialen "Verwirrungen" einzeln und in ihrer Verbindung zueinander herauszuarbeiten, sie in ihrer Personengebundenheit darzustellen, auch zu ergründen, wie und warum Törleß letzten Endes als gereifter Mensch aus seiner Identitätssuche hervorgeht.
Das ist den Autoren nur mit Einschränkung gelungen. Sicher, auch hier liegt uns ein Begleitheft mit vielen sinnvollen Textverweisen vor, mit Arbeitsaufträgen, Tafelbildern und Sekundärtexten. Aber eben eines, das den Roman nur begleitet, nur sehr eingeschränkt dazu beiträgt, ihn besser zu verstehen. Eines, das allenfalls einzelne Anregungen geben kann. Mehr nicht.
Daher kann ich dieses Heft meinen Kollegen nur mit Einschränkung empfehlen, Schülern rate ich ab.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 21. Oktober 2009 | | | | | | | | | | Kundenrezensionen: | | | 2. | Nicht immer ohne Verwirrungen. (die aktuell angezeigte Rezension) | | 1. | Sinnvolle Ergänzung | | |
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