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Mal was anderes - und das mit bekannten Stimmen!
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"Gespenster-Krimi", diese Reihe hat nicht nur im Titel etwas extrem angestaubtes, nein, auch das Titelbild lässt schlimmen ollen Tobak vermuten. Glücklicherweise hat Oliver Döring mit den kinoreif inszenierten Neuauflagen der John Sinclair-Hörspiele bewiesen, dass eine Wende am Hörspielmarkt stattgefunden hat. Mit der Vertonung von Brian Elliots Romanmotiven wurde auch gleich produktionstechnisch aus dem Vollen geschöpft - die Atmosphäre wird schön gruselig durch akkustische Wettereffekte, knarrende Dielen und hallende Steinfußböden erzeugt, deftig dagegen die Schock-Effekte, die das gehörte beinahe grafisch machen (da platscht und reißt es, was das Zeug hält) und die Stimmen aus der A-Riege der Synchronsprecher (Nana Spier, Franziska Pigulla, Andreas Fröhlich, Udo Schenk und Lutz Mackensy). Das konnte doch gar nicht schiefgehen. Tatsächlich, aus der sehr dürftigen Story, die wirklich ohne Überraschungen vor sich hin plätschert wurde dank der Inszenierung das Maximum an Spannung und Horror herausgeholt, daneben gefallen vor allem die Charaktere (die beiden großen Stimmen als Lesbenduo auf Gespensterjagd sind einfach köstlich)! Als Auftakt zu einer neuen, mit hoffentlich weiteren Höhenflügen aufwartenden Grusel-Serie wirklich sehr zu empfehlen, weniger wegen der Handlung als mehr durch das akkustische Vergnügen - toll!
Eine Rezension von M. Roehm "aufziehvogel2" >
vom 8. September 2005 |