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Nichts geschieht...
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Rezension bezieht sich auf: Die Poggenpuhls (Taschenbuch) Wie in Fontanes "Meisterstück", dem "Stechlin", geschieht eigentlich in diesem Buch herzlich wenig: Frau Majorin von Poggenpuhl lebt armselig, aber standesgemäß mit ihren drei Töchtern Therese, Sophie und Manon, dem alten, treuen Dienstmädchen Friederike und einer recht mitgenommenen "Ahnengalerie" in einer Berliner Mansardenwohnung, Sohn Wendelin versucht im preußischen Heer Karriere zu machen, Sohn Leo, ebenfalls im Heeresdienst, hält die Mutter in einem fort in Geldsorgen, und wenn nicht der gute alte Onkel Eberhard wäre, so wäre das Geld noch knapper... Der Roman ist wieder eines dieser wunderbaren Gesellschaftsbilder Fontanes, denen ich eigentlich gar keine politische Intention unterstellen möchte, sondern die aus einer Freude am Erkennen, Beobachten und detailgetreuen Schildern heraus entstanden zu sein scheinen, die eine, fast möchte man sagen, kulinarische, Köstlichkeit aus diesen Büchern Fontanes machen.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 10. März 2001 |