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Kein Fastfood
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Rezension bezieht sich auf: DuMont Kunst Reiseführer Schottland (Taschenbuch) Reiseführer sind ein eigenartiges Genre irgendwo zwischen Literatur, Wissenschaft, Alltagspoetik und Informationsbroschüre. Wenn man sich einen sucht, der eher in den ersten beiden Bereichen angesiedelt ist, greift man zu DuMont. Nicht daß die nützlichen Hinweise unbrauchbar wären, doch um ihretwillen kauft man sich dieses Buch nicht. Solche Hinweise findet man in anderen billigeren Reiseführern meist etwas zielführender und überschaubarer an. Auch für die schnelle Information im Vorbeigehen ist das Werk nicht geeignet. Wer aber seine Reise durch Schottland mit Hintergrundwissen beginnen will, ohne gleich viele Bücher wälzen zu müssen, wer sich auf der Fahrt mit interessanten Einzelheiten (etwa die Siedlungsgeschichte der Highlands), schauerlichen (z.B. über Clan-Fehden) oder komischen Anekdoten (die Story des derzeitigen Earl aus dem Campell-Clan) unterhalten möchte, ist hier genau richtig. Kurzweilig, fundiert, mit vielen Details versehen entsteht hier ein Bild Schottlands, das sich einfach in die visuellen Eindrücke, die man selbst erlangt, einfügt. Unverzichtbar für jene Reisenden, die mehr wollen, als nur möglichst schnell möglichst viele Castles und Gratis-Whiskies zu konsumieren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 28. Dezember 1999 |